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Das PPLI-Glossar

Zweiundzwanzig Begriffe, die den größten Teil der Last in der PPLI-Analyse tragen — präzise definiert, mit dem Weg zur jeweils vollständigen Erklärung.
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Die Begriffe, präzise definiert

Jeder Eintrag nennt die Arbeitsdefinition, den Grund, warum der Begriff in der Praxis zählt, und die Seite, auf der die vollständige Behandlung steht. Weil die Fachsprache dieses Gebiets englisch geprägt ist, steht der englische Terminus jeweils in Klammern — er begegnet Ihnen in Angeboten, Policenbedingungen und Gutachten meist in dieser Form. Das Glossar ist eine Landkarte und kein Ersatz für die zugrunde liegende Analyse.

Private Placement Lebensversicherung (Private Placement Life Insurance, PPLI)
Eine fondsgebundene Lebensversicherung, die im Wege der Privatplatzierung einem begrenzten Kreis qualifizierter Versicherungsnehmer angeboten wird und deren Rückkaufswert in institutionelle Strategien investiert ist. Warum es zählt: Der Mantel, der einer Anlage die steuerliche Behandlung einer Versicherung gibt — das Thema dieser Website. Vollständige Erklärung →
Dispositionsbefugnis über den Anlagestock (Investor Control)
Der Grundsatz, dass ein Versicherungsnehmer, der die zugrunde liegenden Anlagen selbst bestimmt, steuerlich als deren Eigentümer behandelt wird, womit die Stundung entfällt. Im deutschen Recht liegt der Anknüpfungspunkt in § 20 Abs. 1 Nr. 6 Satz 5 EStG (vermögensverwaltender Versicherungsvertrag), im US-Recht in der investor control doctrine. Warum es zählt: Die wichtigste Compliance-Grenze überhaupt — und in beiden Rechtsordnungen die Stelle, an der Strukturen scheitern. Vollständige Erklärung →
IRC Section 7702
Die Definition des Lebensversicherungsvertrags für steuerliche Zwecke im US-amerikanischen Internal Revenue Code, mit ihren versicherungsmathematischen Tests. Warum es zählt: Eine Police, die § 7702 nicht erfüllt, ist für US-Steuerzwecke keine Lebensversicherung. Es handelt sich um US-Recht; die Anerkennung im deutschsprachigen Raum richtet sich nach eigenen Kriterien. Vollständige Erklärung →
IRC Section 817(h)
Die US-amerikanischen Diversifikationsanforderungen an die Anlagekonten, die fondsgebundenen Verträgen zugrunde liegen. Warum es zählt: Eine Konzentration jenseits der Grenzen von 55, 70, 80 und 90 Prozent beendet die steuerliche Behandlung. Vollständige Erklärung →
Modified Endowment Contract (MEC)
Eine Police, die nach US-Recht schneller dotiert wurde, als der Sieben-Jahres-Test (seven-pay test) zulässt, weshalb Auszahlungen zu Lebzeiten ungünstiger besteuert werden. Warum es zählt: Der MEC-Status verändert die Ökonomie von Darlehen und Entnahmen. Vollständige Erklärung →
Versicherungsgebundener Fonds (Insurance-Dedicated Fund, IDF)
Ein Fonds, der ausschließlich über die Anlagekonten von Versicherern zugänglich ist und von einem unabhängigen Manager verwaltet wird. Warum es zählt: Der Standardweg, um alternative Strategien regelkonform in einer Police zu halten. Vollständige Erklärung →
Separat verwaltetes Mandat (Separately Managed Account, SMA)
Ein individuell verwaltetes Portfolio innerhalb des Anlagekontos des Versicherers, geführt von einem bestellten Manager. Warum es zählt: Die massgeschneiderte Alternative zum IDF, denselben Kontroll- und Diversifikationsregeln unterworfen. Vollständige Erklärung →
Getrennt geführtes Anlagekonto, Sondermasse (Segregated Account)
Ein Konto, dessen Vermögenswerte rechtlich von den allgemeinen Gläubigern des Versicherers abgeschirmt sind. Warum es zählt: Der Schutz, der das Vermögen des Versicherungsnehmers von einer Insolvenz des Versicherers trennt. Vollständige Erklärung →
Qualified Purchaser (qualifizierter Erwerber nach US-Recht)
Ein Anleger, der nach der Definition des US Investment Company Act Anlagen von mindestens 5 Millionen USD hält. Warum es zählt: Viele PPLI-Angebote stehen ausschließlich qualified purchasers offen. Vollständige Erklärung →
Accredited Investor (akkreditierter Anleger nach US-Recht)
Ein Anleger, der die Einkommens- oder Vermögensschwellen der US-Wertpapieraufsicht nach Regulation D erfüllt. Warum es zählt: Der Basisstandard der Zugangsberechtigung bei Privatplatzierungen. Vollständige Erklärung →
Policendarlehen (Policy Loan)
Ein Darlehen des Versicherers, besichert durch den Rückkaufswert der Police. Warum es zählt: Der wichtigste Weg zu Liquidität ohne steuerpflichtige Auszahlung — vorausgesetzt, die Police ist kein MEC und das anwendbare Recht behandelt das Darlehen entsprechend. Vollständige Erklärung →
Versicherer (Carrier)
Die Versicherungsgesellschaft, welche die Police zeichnet. Warum es zählt: Bonität und Preisgestaltung des Versicherers bestimmen zugleich Sicherheit und Wirtschaftlichkeit. Vollständige Erklärung →
Depotbank (Custodian)
Das Institut, das die Vermögenswerte des Anlagekontos verwahrt. Warum es zählt: Die Verwahrstruktur bestimmt, wo das Vermögen liegt und wie es geschützt ist. Vollständige Erklärung →
Versicherungsnehmer (Policyholder)
Der Eigentümer der Police — häufig eine Struktur, etwa ein Trust oder eine Stiftung, und nicht eine natürliche Person. Warum es zählt: Die Eigentümerstellung entscheidet über die erbschaftsteuerliche Behandlung und über die Kontrolle. Vollständige Erklärung →
Versicherte Person (Insured)
Das Leben, auf das die Police geschrieben ist. Warum es zählt: Bestimmt, wann die Todesfallleistung fällig wird und wie die Police risikogeprüft wird. Vollständige Erklärung →
Bezugsberechtigter (Beneficiary)
Die Person oder Struktur, welche die Todesfallleistung erhält. Warum es zählt: Die Bezugsrechtsbestimmung ist eine Nachfolgeentscheidung, keine Formalie. Vollständige Erklärung →
ILIT (Irrevocable Life Insurance Trust)
Ein unwiderruflicher US-Trust, der eine Police außerhalb des Nachlasses der versicherten Person hält. Warum es zählt: Die klassische Eigentümerstruktur für die US-Nachlasssteuereffizienz. Ein Trust ist ein Institut des angelsächsischen Rechts; deutschsprachige Familien arbeiten häufiger mit Stiftungen oder Gesellschaftsstrukturen, deren Behandlung sich davon unterscheidet. Vollständige Erklärung →
SLAT (Spousal Lifetime Access Trust)
Ein unwiderruflicher US-Trust zugunsten des Ehegatten zu dessen Lebzeiten. Warum es zählt: Verbindet den Ausschluss aus dem Nachlass mit einem mittelbaren Zugriff auf das Vermögen. Auch dies ist ein Institut des US-Rechts. Vollständige Erklärung →
IDGT (Intentionally Defective Grantor Trust)
Ein bewusst asymmetrisch ausgestalteter US-Trust — für die Übertragungssteuer außerhalb des Nachlasses, für die Einkommensteuer dem Errichter zugerechnet. Warum es zählt: Ein Eckpfeiler des estate freezing, häufig mit PPLI kombiniert. Vollständige Erklärung →
GST-Trust (Generation-Skipping Transfer Trust)
Ein US-Trust, der um die generationenüberspringende Übertragungssteuer und deren Freibetrag herum konstruiert ist. Warum es zählt: Bewegt Vermögen zwei oder mehr Generationen weiter, ohne eine zweite Ebene der Nachlasssteuer auszulösen. Vollständige Erklärung →
Dynasty Trust
Ein sehr langlebiger US-Trust, der Vermögen über mehrere Generationen bewahrt. Warum es zählt: Das Vehikel, in dem der lange Horizont einer PPLI-Police am besten wirkt. Vollständige Erklärung →
Vermögensverortung (Asset Location)
Die Entscheidung, welche Strategie in welchen Mantel oder welches Konto gehört, um das Ergebnis nach Steuern zu optimieren. Warum es zählt: Die Disziplin, die darüber entscheidet, was in eine Police gehört — und was nicht. Vollständige Erklärung →

Fünf der obigen Einträge — ILIT, SLAT, IDGT, GST-Trust und Dynasty Trust — bezeichnen Institute des US-amerikanischen Rechts. Sie erscheinen hier, weil sie in der Fachliteratur und in grenzüberschreitenden Strukturen laufend auftauchen, nicht weil sie im deutschsprachigen Raum unmittelbar verfügbar wären. Wie eine deutsche, österreichische oder schweizerische Familie eine vergleichbare Wirkung erreichen kann und ob sie das sollte, ist eine Frage an Nachlass- und Steuerberater in den betroffenen Ländern.

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Quellen und Rechtsgrundlagen

Die Begriffe dieses Glossars sind durch Gesetz, Verordnung oder Rechtsprechung definiert und nicht durch Marktgebrauch. Wo eine Definition eine rechtliche Quelle hat, ist sie nachstehend genannt, damit jeder Eintrag an der Rechtsquelle selbst überprüft werden kann. Die US-Quellen sind US-Recht und gelten als solche nicht im deutschsprachigen Raum.

Zuletzt geprüft am 20. August 2026. Diese Seite dient der Information und stellt keine Rechts-, Steuer- oder Versicherungsberatung dar. Wie wir Quellen auswählen und Fehler korrigieren, steht in unseren redaktionellen Standards.

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